Meine Seele und ich

Wusstest du, dass du eine Seele hast? Und wusstest du, dass ihr Wohlbefinden ausschlaggebend dafür ist, ob du gesund oder krank, glücklich oder unglücklich bist? Hast du sie schon einmal gefragt, wie es ihr geht?

Mir selbst ist es erst vor einigen Jahren so richtig bewusst geworden, wie wichtig diese Fragen sind – für mich selbst!

Ich kannte das Wort „Seele“ nur aus der Kirche. Dort gibt es im Sonntagsgottesdienst einen Teil, in dem die Kirchenbesucher sprechen: „Und sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund…“. Mein Hauptaugenmerk lag dabei nicht auf dem Wort Seele, sondern auf dem „sprich nur ein Wort“. Ich konzentrierte mich dann darauf, dass ER da oben ein Wort zu mir sprechen sollte, denn das war ja angeblich das „ganz besondere“, damit dieses Seelendingsbums gesunden könnte.

Erst vor einigen Jahren erfuhr ich die Seele als das, was man gemeinhin als Gefühlsbereich bezeichnet. Der Bereich vorne bei der Brust, in der Magengegend. Damit konnte ich etwas anfangen. Denn ich spürte diesen Bereich sehr oft als eine Art Verkrampfung – darum gingen auch mit den Jahren meine Schultern mehr nach vorne, weil es mir im Brustbereich alles zusammenzog.

Ich lernte, dass der Gefühlsbereich auch eine Sprache hat, diese Sprache nennt sich „Verständnis“. Wie ich feststellte, hatte ich ca. 30 Jahre lang eine falsche Sprache benutzt, die nannte sich „Verurteilung“. Ich war es gewohnt, mich für alles Mögliche zu verurteilen. Dies löste schließlich auch die Verkrampfung in meinem Körper aus.

Also machte ich mich an die Arbeit und begann Vokabel für Vokabel die Sprache „Verständnis“ zu lernen. Dabei stieß ich auf allerlei Hindernisse und Gewohnheiten, die sich nicht so einfach verändern lassen wollten. So war es normal, nach einem Missgeschick mir selbst zu sagen: „Was bist du nur für ein Depp! Hättest du nicht besser aufpassen können?“

Die Sprache, die ich nun lernen wollte, war so ganz anders. Nach einem Missgeschick hießen die Vokabeln: „Das ist jetzt aber nicht fein für dich, dass dir das passiert ist. Ich verstehe, dass dich das im Moment ganz nervös macht und du dir wünschst, dass es anders gelaufen wäre.“

Eine Menge neuer Vokabel und eine völlig andere Grammatik wie bisher. War die Grammatik bisher die Strafe für scheinbar misslungene Schritte, so bestimmten Toleranz und Verständnis die neuen Regeln der Grammatik.

Schritt für Schritt tauchte ich ein in eine neue Welt, eine Welt, die eindeutig schöner und freundlicher war als die alte Welt, die ich kannte. Eine Welt, in der nichts meinem Wert Abbruch hätte tun können und keiner hinter mir stand und mich ununterbrochen antrieb und sagte: „Mensch, gib Gas! Mach dieses oder jenes besser, schneller. Du musst dich mehr anstrengen. Du machst auch gar nichts richtig!“ Ich tauchte ein in eine Welt, in der meine Seele sich entspannen konnte und mir so erlaubte, endlich mal bis in den Bauch durchzuatmen.

Und jetzt? Wie kannst auch du zu dieser Entspannung im Gefühlsbereich kommen? Diese Entspannung wünsche ich dir natürlich – gerade dann, wenn es bei dir „rund“ geht oder du Herausforderungen zu bewältigen hast. Am besten, du kommst mal bei unserem „Aufatmen“ vorbei – dort geht es genau um diese Vokabel und die Grammatik, die auch ich lernen durfte. Oder du schreibst mir eine Email, das würde mich freuen.

Herzlich, Carola

2018-02-06T16:33:48+00:00

2 Comments

  1. angelina natter 21. Februar 2018 um 16:14 Uhr - Antworten

    Immer wieder wichtig, daran erinnert zu werden! Erst durch Lightup wusste ich Bescheid um die Seele. Dafür danke ich Euch von Herzen! Super Beitrag, liebe Carola!

  2. Marion Schmidle 15. Februar 2018 um 17:41 Uhr - Antworten

    Ja, meine Seele, die kannte ich nicht, habe noch nie was von ihr gehört bzw. habe sie überhört weil ich funktionieren musste.
    Erst als meine Herzrhytmusstörungen mein Leben so bestimmt haben, dass ich bereit war einen anderen Weg zu suchen bin
    ich durch euch mit meiner Seele in Kontakt gekommen.
    Und ich kann sagen – es WIRKT !

Hinterlassen Sie einen Kommentar